Im
Juli 1911 trafen sich bei
Gastwirt Johannes Siefken, heute der Ostfriesische Hof, sportinteressierte Horster und
gründeten mit 32 Mitgliedern den Turnverein Frischauf Horsten, wie auf der Titelseite der Vareler Zeitung "Der Gemeinnützige" zu entnehmen ist.
Doch schon bald kam durch den 1. Weltkrieg und der folgenden Revolutions- wirren der Sportbetrieb von 1916 bis 1919 zum Erliegen.
1920 wurde sogar ein Spielmannszug im Turnverein gegründet
Turnen, und zwar Männerturnen war zunächst Schwerpunkt, doch zusätzlich gab es für die über 100 Vereinsmitglieder auch schon Faustball wird auch heute noch von der AK-50 betrieben Schlagballspiel und Leichtathletik.
Doch mit der Demokratie in Deutschland wurde auch die Gleichberechtigung der Frau mit dem Wahlrecht eingeleitet.
Das fand auch in unserem Verein seinen Niederschlag, denn mit einer Frauenturnriege wurde 1922 die Emanzipation der Frau im TuS begründet.
1921 wurde eine Fläche für einen Sportplatz angekauft und ein Jahr später beschlossen, den Platz in einen ordentlichen Zustand zu bringen. Auch erfolgte 1921 die Eintragung in das Vereinsregister.
Zeitweilig gehörten auch Boßler und Klootschießer dem Verein an. So schlossen sich im Frühjahr 1924 im Lokal des Gastwirts J.H. Kickler der Turnverein Frischauf Horsten, der Boßel- und Klootschießerverein Horsten sowie der Boßel- und Klootschießerverein Liek up an (Osterhörn ) zum Turn- und Sportverein Frischauf Horsten zusammen und gaben unserem Verein seinen heutigen Namen. Obwohl die Boßler und Klootschießer schon nach wenigen Jahren selbstständig wurden, blieb der Name erhalten.
Bedingt durch die Gleichschaltung der Nazi-Diktatur wurde das Vereinsleben 1935 eingestellt
Erst wieder 1955, 10 Jahre nach Kriegsende wurde der Sportbetrieb im TuS wieder aufgenommen.
Ostern 1955 wurde zum Beginn des neuen Schuljahres die neue Horster Schule eingeweiht, jedoch gab es keine Sportanlagen mehr.
Eine Turnhalle gab es noch nicht und so wurde im einer Scheune bzw. im Saal des heutigen Ostfriesischen Hofs geturnt. Beim Reckturnen mußten, um nicht an die Decke zu stoßen, die Beine angewinkelt werden.
Im Sommer fand der Turnbetrieb auf dem Schulhof statt.
Doch erst 1961 gab es mit der Fertigstellung der Turnhalle für den Turnbetrieb zur damaligen Zeit fast vorbildliche Bedingungen
Neben Geräteturnen und Leichtathletik sollte zunächst auch noch eine Ballsportart, man dachte an Handball, betrieben werden. Fußball wurde wegen der hohen Kosten bezüglich der Auswärtsspiele abgelehnt. Und so spielten viele Horster Fußball beim TuS Strudden und SV Gödens.
1958 nahmen TuS Sportler am deutschen Turnfest in München teil, während die Leichtathleten 2 Jahre später im niederländischen Groningen internationale Atmosphäre schnupperten.
1962 startete der TuS eine Initiative für einen neuen Sportplatz, der dann 10 Jahre später 1972 fertiggestellt wurde. Mit Ausnahme einer 400 mBahn verfügte die Leichtathletikabteilung über nahezu optimale Bedingungen.
Jetzt gab es damit auch einen fußballgerechten Sportplatz und so wurde 1972 die Fußballabteilung ins Leben gerufen. Innerhalb nur eines Jahres stieg dadurch die Mitgliederzahl um über 70 an.
Auch Tischtennis wurde inzwischen betrieben, doch durch das Fußballangebot hatte man Probleme, mit voller Mannschaft anzutreten, wie der damalige stellvertretende Spatenleiter Arno Fuchs der Mitgliederversammlung mitteilte.